Mallorca – Inseldörfer abseits des Trubels

In den nächsten Wochen wollen wir euch die schöne Insel Mallorca ein wenig näher bringen. Im März 2015 haben wir hier zehn kühle aber wunderbare Tage verbracht und haben diese Lieblingsinsel der Deutschen aus unseren Blickwinkeln abgelichtet.

Im vierten Teil unserer kleinen Reportageserie über Mallorca besichtigen wir einige kleine Städtchen und Dörfer im Zentrum und an den Küsten.

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Der Norden – Alcúdia und Pollença

Alcúdia

Mallorca - Inseldörfer - Alcudia Skyline

Die kleine Stadt im Norden wird von einer hohen Stadtmauer eingefasst. Wer nicht unter Höhenangst leidet, kann fast die gesamte Stadt auf dieser Mauer umrunden. Von hier erhält man einen besonderen Einblick in die Straßen und über die Dächer der Stadt. Überall sieht man Palmwedel aus den Häuserschluchten auftauchen und unzählige Arten von Kaminen und Dachterrassen.

Wer lieber in den Straßen bleibt, der kann sich an den vielen kleinen Sträßchen der Stadt erfreuen und an Touristenläden vorbei zu einem der großen Stadttore (bspw. der Porta del Moll) oder zur neugotischen Església de Sant Jaume flanieren.

Pollença

Mallorca - Inseldörfer - Pollenca

Etwas abseits der Küste im Norden liegt die Stadt Pollenca. Neben den üblichen Kirchen, einer Brücke aus römischer Zeit und den kleinen Gassen gibt es hier auch eine 365 Stufen umfassende Treppe auf den sogenannten Kalvarienberg zu entdecken. Die von Bäumen und kleinen Läden gesäumte Treppe führt zur Eglésia del Calvari, einer 1799 erbauten Kapelle. Jeweils am Karfreitag führt eine Prozession von der Eglésia del Calvari die Treppe hinab zur Kirche des Ortes.

Am Fuße der Treppe (genauer gesagt bei Stufe 59 und 60) empfehlen wir übrigens den kleinen Delikatessenladen „Sol y Tierra„. Hier gibt es einen famosen Brombeerbalsamico, Aprikosensenf und viele Leckereien mehr.

Das Zentrum – Sineu, Petra und Muro

Mallorca - Inseldörfer - Sineu Stadansicht

Im Zentrum der Insel in der Ebene es Plà liegen mehrere vom ländlichen Umfeld geprägte kleine Ortschaften.

Das Stadtbild von Sineu wird von der Pfarrkirche Nuestra Senyora de los Angeles und dem geflügelten Löwen Lleó de Sant Marc beherrscht. Jedenfalls dann, wenn nicht gerade der große Markt stattfindet, der die Stadt mit allerlei Touristen und Verkäufern anfüllt.

Einige Kilometer weiter liegt ein großes Weinbaugebiet um die Stadt Petra herum. Die von den Arabern gegründete Stadt ist in einem Schachbrettmuster angelegt und wirkt sehr verschlafen. Aus dem Straßengewirr ragt nur die Pfarrkirche San Pere mit ihren großen Arkaden auf. Einzig das Stadtzentrum, welches aus zwei größeren Plätzen besteht, war bei unserem Besuch angefüllt mit hunderten Fahrradtouristen, die in den kleinen Restaurants eine Pause einlegten.

Weiter östlich in Richtung Can Picafort liegt die Stadt Muro. Hier sticht besonders – wie sollte es auch anders sein – die Pfarrkirche Sant Joan mit ihrem vom Kirchenschiff abgetrennten und nur über eine kleine Brücke damit verbundenen Kirchturm ins Auge.

Inseldörfer23

Der Osten – Artà

Mallorca - Inseldörfer - Arta Aussicht

Wer es bis zur großen Burganlage Santuari de Sant Salvador mit seiner Wallfahrtskirche  Sant Salvador, die über der Stadt Arta thront, schafft, hat meist schon eine schweißtreibende Autofahrt durch die finsteren Gassen der Altstadt hinter sich. Dort angekommen wird man jedoch mit einem herrlichen Blick auf die Dächer der Stadt und in das umliegende Gebirge belohnt. Doch auch die Burganlage selbst kann sich sehen lassen, fühlt man sich hier doch ein wenig wie in einem arabischen Märchen.

Mallorca - Inseldörfer - Arta Burg

Inseldörfer24

Mit dem Roten Blitz nach Sóller

Mallorca - Inseldörfer - Soller Zug

Ob es nun ein Pflichtausflug bei einer Reise nach Mallorca ist, oder nur Touristenfang: Eine Fahrt mit dem „Roten Blitz“ von Palma de Mallorca durch das Gebirge und zahlreiche Tunnel bis nach Sóller lohnt sich allemal. Durch die Straßen der Hauptstadt geht es allmählich vorbei an Mandelbaumplantagen in das Gebirge. Dort fahren die hölzernen Waggons vorbei an Plantagen mit Zitronen- und Orangenbäumen. Nach einigen Fahrten durch dunkle Tunnel erreicht man die Nordseite des Gebirges La Tramuntana und fährt in Sepentinen bis in den Ort hinein.

In Sóller angekommen kann man noch den kleinen Stadtkern mit der majestätischen Kirche Sant Bartomeu besichtigen bevor man direkt am Bahnhof in die ebenfalls hölzerne Straßenbahn steigt, die die Besucher zum Hafen Port de Sóller bringt.

 

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