Mallorca – Ein Traum für Vögel: Der S’Albufera Nationalpark – Reportage

In den nächsten Wochen wollen wir euch die schöne Insel Mallorca ein wenig näher bringen. Im März 2015 haben wir hier zehn kühle aber wunderbare Tage verbracht und haben diese Lieblingsinsel der Deutschen aus unseren Blickwinkeln abgelichtet.

Im zweiten Teil unserer kleinen Reportageserie über Mallorca möchten wir euch den S’Albufera Nationalpark vorstellen.

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Der S’Albufera Nationalpark befindet sich im Norden der Insel nahe der Touristenhochburg Can Picafort. Der Park wird lediglich von einer Bundesstraße und einem mit Hotels bebauten Streifen von der Bucht von Alcudia getrennt.

Ordnung muss sein – Wir holen uns eine Besuchserlaubnis

Nachdem man den Naturpark von Norden her betreten hat, geht es einige Zeit an einem großen Kanal entlang in die Lagunenlandschaft hinein. Wir machen uns zunächst auf den Weg zum Informationszentrum, um dort unsere Besuchserlaubnis abzuholen. Als Deutscher fühlt sich diese Bürokratie fast heimisch an. Diese Erlaubnis ist jedoch sehr sinnvoll, denn sie ermöglicht der Parkverwaltung vor allem in den gut besuchten Sommermonaten den Überblick über die Besucherzahlen zu behalten.

S'Albufera - Blick ins Schilf

Bereits auf dem Weg zum Informationszentrum sehen wir in einiger Ferne immer wieder einen Pferdekopf aus dem dichten Schilfrohr auftauchen.

S'Albufera - Pferd im Schilf

Luxoriöse Versteckmöglichkeit: Beobachtungshütten

Vom gut ausgestatteten Besucherzentrum mit allerlei Informationsständen und einer kleinen Naturausstellung zieht es uns zu den Beobachtungsverstecken. Am Rande der umliegenden seichten Wasserflächen wurden hier zahlreiche Hütten aufgestellt. Diese besitzen kleine Beobachtungsscharten, die sich von innen öffnen lassen. Auf den Wasserflächen haben sich zahlreiche Vogelarten teils in großen Schwärmen versammelt. Überall hört man es piepen, schnattern und quaken. Durch unser Versteck nehmen die Tiere keinerlei Notiz von uns und sie lassen sich bestens beobachten … und natürlich ablichten.

Uns zieht es weiter in den Park hinein. Schon nach wenigen hundert Metern sind wir fast vollständig allein inmitten der grün-braunen Wildnis. Immer wieder hört man es im Schilf rascheln und unvermittelt platschen. Von hohen Beobachtungstürmen aus können wir Kormorane auf kleinen Flussinseln sitzen und einen Fischadler über den eben besuchten Wasserfächen kreisen sehen.

Nicht nur Vögel fühlen sich hier wohl

Nach einiger Zeit gelangen wir an eine weitere Freifläche in der Silberreiher herumschleichen und im Wasser nach Fischen und Fröschen stochern. Am Wegesrand begrüßen uns kauende Rinder. Wir haben uns mit 12 Kilometern zwar die längste Route im Nationalpark herausgesucht, aber sicher auch eine der abwechslungsreichsten.

Immer weiter geht es, nun ein Stück aus dem Park hinaus und an einigen Gärten entlang. Kurz darauf kommen wir an eine Pferdekoppel auf der inmitten einer Gruppe Schimmel ein kleines schwarzes Fohlen steht.

 Ein sehenswerter Kaktus

Langsam tun uns die Füße doch etwas weh und wir sind froh auf dem Rückweg zu sein. Der schnurgerade Weg wird jetzt nur noch hin und wieder von kleineren Fotopausen unterbrochen, beispielsweise für eine Hausruine die fast gänzlich von einem Kaktus überwuchert wurde.

S'Albufera - Ruine mit Kaktus

Müde aber mit tollen Eindrücken verlassen wir den Park wieder. Wir können diese Oase inmitten der Tourismuszentren allen empfehlen, die ein Abwechslung zum Strand suchen.

 

 

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